Forschungsprojekte
Hier finden Sie eine kleine Auswahl laufender und abgeschlossener Forschungsprojekte, an denen wibfin oder wissenschaftliche Partnerinnen oder Partner unseres Instituts involviert sind oder waren.
Intelli-Pack – Intelligente Verpackungen mit TTIs für Lebensmittelprodukte in Kühlketten
Intelli-Pack war ein dreijähriges Verbundprojekt, das 2021 beendet wurde. Haupthema war der Einsatz von TTIs in kühlpflichtigen Lieferketten spezifischer Lebensmittel. Im Projekt wurden die TTIs in verschiedenen Verpackungen in Laboren und Lieferketten getestet. Ein wesentlicher Punkt war die Fragestellung, ob die Farbveränderung der TTIs mit handelsüblichen Handys ermittelt und hieraus eine aktuelle Resthaltbarkeit berechnet werden konnte.
Hauptinhalte:
- Test der TTIs – Time-Temperatur-Indikatoren –, als Labels, die ihre Farbe von Dunkelblau nach Hellblau als Funktion der Zeit und der Temperatur verändern.
- Anpassung der Farbkinematik der TTIs an die Verderbskinematik spezifischer Lebensmittel.
- Entwicklung einer App zur Auslese der TTIs und zur Berechnung der Resthaltbarkeit verpackter Lebensmittel anhand der Farbwerte der TTIs und eines seriellen Barcodes in der Verpackung.
Am Projekt beteiligt waren die Universitäten Bonn und Bayreuth, die Hochschulen EUFH und Münster
sowie die Unternehmen Wolf Wurstspezialitäten GmbH, Genusshandwerker GmbH & Co. KG, Bizerba
Labels & Consumables GmbH, EECC GmbH, Landpack GmbH und Metro Logistics Germany GmbH.
Für weitere Informationen sprechen Sie uns einfach an oder lesen Sie unter
intelli-pack.de nach.
PackAn – Bewertung der Nachhaltigkeit von Lebensmittelverpackungen in spezifischen Lieferketten
Entwicklung eines Algorithmus zur Bewertung der Nachhaltigkeit von Lebensmittelverpackungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Ziel ist es, den Stakeholdern der Lieferketten und Verbrauchern Informationen bereitzustellen, um nachhaltige Verpackungslösungen zu identifizieren und dadurch ihren Einsatz zu steigern.
Hauptinhalte:
- Entwicklung eines Bewertungsalgorithmus für die Nachhaltigkeit, der das Zusammenspiel von Verpackung, Produkt und Lieferkette berücksichtigt. Beispiel für Zielkonflikte: Plastikverpackungen werden generell als nicht nachhaltig angesehen, verlängern aber die Haltbarkeit vieler Lebensmittel. Stellen Sie sich Gurken aus Spanien für den deutschen Markt mit und ohne Plastikhülle vor: Mit Plastikhülle ist der Ausschuss deutlich niedriger als ohne.
- Bereitstellung eines Bewertungstools für Unternehmen zur Auswahl der richtigen Verpackung. Unternehmen können so bereits vor der Auswahl einer spezifischen Verpackung mit Hilfe des Algorithmus die Nachhaltigkeit simulieren.
- Erstellung einer Internetseite mit Kurzfilmen zur Aufklärung der Zusammenhänge.
- Erarbeitung und Vorschlag für einen Zertifizierungsstandard.
Das Projekt startete im Dezember 2022 und wurde im November 2025 abgeschlossen. Die
Projektteilnehmer sind die Hochschule Geisenheim University, die Cologne Business School GmbH,
AGRIZERT Zertifizierungs GmbH, snoopmedia GmbH und die ThurnFilm GmbH.
Für weitere Informationen sprechen Sie uns einfach an oder lesen Sie unter
packan-plattform.de nach.
Beergame ++ – Entwicklung eines digitalen Zwillings zur Simulation und Steuerung von Lieferketten
Unser selbst entwickeltes Beergame haben wir um zahlreiche Parameter erweitert und bauen es kontinuierlich weiter aus – unter anderem um CO2-Abgaben, Transportkosten und Umsatzerlöse. Damit lässt sich nicht nur der klassische Bullwhip-Effekt vermitteln, sondern auch weitere Konzepte der Mengenplanung, etwa das Newsvendor-Modell (auch als „Zeitungsjungenmodell" bekannt) für Produkte mit begrenztem Verkaufsfenster innerhalb der Lieferkette.
Zusätzlich haben wir eine Marktsimulation implementiert. Geplant ist, das Modell über die bisherigen vier Stakeholder – Brauerei, Versender, Großhändler und Einzelhändler – hinaus um weitere Akteure zu erweitern, sodass sich über eine flexible Netzwerkstruktur auch reale Lieferketten abbilden lassen. Das eigentliche Ziel, ein echter digitaler Zwilling, ist erreicht, sobald die einzelnen Stakeholder über Schnittstellen an die reale Welt angebunden werden können.
Sustscore – Allgemeine Nachhaltigkeitsbewertung von Prozessen, Materialien, Anwendungen und Lieferketten
Das Projekt Sustscore setzt unmittelbar auf dem Forschungsprojekt PackAn auf. Es verfolgt zwei Ziele: Zum einen soll die im Rahmen von PackAn entwickelte Projektidee praktisch nutzbar gemacht werden, zum anderen soll der zugrunde liegende Bewertungsansatz auf weitere Produkte, Produktgruppen und Prozesse übertragen werden. Unter www.sustscore.de steht ein erster Aufschlag zur Verfügung, der aktuell die Inhalte des Projekts PackAn abbildet.